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70000 Tons of Metal

Festival LaermReisen

Goldene Geländer, Liegestühle auf dem Oberdeck, Captain’s Dinner: Die Majesty Of The Seas bietet Kreuzfahrten, wie wir sie vom Traumschiff kennen. Die Besucher sind gerne (wenngleich nicht immer) langhaarig, manchmal tätowiert, meist schwarz gekleidet und genießen die Seeluft. Die Ohren werden verwöhnt mit lieblichen Klängen von Dark Tranquillity, Death Angel, Overkill, Soilwork und vielen weiteren. Unmöglich? Nein, einfach die beste Idee, die Andy Piller haben konnte. Vier Jahre hat er an dem Projekt, inklusive zahlreicher Kreuzfahrten mit eher älteren Herrschaften, gearbeitet. Bis er schließlich im Januar 2011 das erste Kreuzfahrtschiff mit insgesamt 42 Bands, 2038 Gästen aus 49 Nationen dazu Journalisten, Technikern sowie Schiffspersonal belud, und mit insgesamt 3571 Menschen in See stach.

Von Florida bis zur Insel Cozumel und zurück geht die Reise, vier Tage durch den Golf von Mexiko Richtung Karibik, zwischen Nachmittagsbier am Pool, Headbangen auf Ledersesseln und Metallica-Shirts beim Abendessen. Mit 700 Dollar (ohne Steuern und Flug) und bis zu 3333 Dollar für die teuerste Kajüte muss man ganz schön tief in die Tasche greifen. Jedoch hat man die Möglichkeit seinen liebsten nahe zu sein, da keine logistische oder räumliche Trennung zwischen Fans und Künstlern herrscht. Alle essen, trinken und feiern in den gleichen Bordbereichen, ohne dass es zu überfallartigen Belagerungen kommt. So haben auch die Musiker die Gelegenheit Konzerte der Kollegen zu verfolgen, mitzuspielen oder mit Fans ein Bierchen zu zischen.

Bis zum 27. Januar 2014 hast du Zeit dein wallendes Haar zu pflegen und dann auf dem Bug stehend im Wind wehen zu lassen, um dich als König der Welt zu fühlen.

70000tons.com | Fotos Hollis Bennett

Nicole
Ein Beitrag von Nicole

Gastautorin mit erfurter Ostwind in den Segeln – die weibliche Unterstützung an Bord. Steht auf Bärte, Indiemusik und japanische Tattoo-Kunst.

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One Comment
  • Buddy sagt...

    Felt so hopeless looking for answers to my qu.t.ionst.eunsil now.