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Araki – Tokyo Lucky Hole

NSFW Fotografie

Auch wenn du es vor deinen Schwiegereltern nicht zugibst, du warst schon einmal im Rotlichtviertel. Dort wirst du auch das ein oder andere gesehen haben, aber mit deiner Kamera bist du da sicherlich nicht durch gerannt.

Wer schon einmal ein Etablissement der horizontalen Erfrischung aufsucht hat, weiß wie seltsam die Atmosphäre dort ist. Angespannt, verrucht, erzwungen sexy und scheinbar sündenfrei – denn alles was normalerweise verboten scheint, ist hier erlaubt.

In den späten Siebzigern eröffnete in der Nähe von Kyoto ein Coffee-Shop in dem die Kellnerinnen keine Unterwäsche trugen um das Lokal für die Gäste attraktiver zu machen. Die Geschäftsidee sprach sich herum und bald eröffneten in ganz Japan ähnliche Etablissements.

Auch wenn die Getränke total überteuert waren, gab es einen guten Grund für die zahlreichen Besuche der Männer. Die große Nachfrage führte schließlich zu speziellen „Massagesalon“ und immer ausgefalleneren Dienstleistungen.

Eine dieser besonderen Services bietete das Lucky Hole in Tokyo an. Was dieses ominöse Loch in der Wand zu bedeuten hatte kannst du dir höchstwahrscheinlich selbst denken. Nobuyoshi Araki war Stammgast in Tokyos Shinjuku-Viertel und seit seiner Kindheit Fotograf.

Bereits mit 12 Jahren bekam Araki seine erste Kamera geschenkt und hatte vor dem Sittengesetz 1985 genug Zeit alle japanischen Sauereien festzuhalten. Im TASCHEN-Verlag bekommst du das Softcover in der Sonderausgabe bereits schon für 9,99 € – wenn dir das zu günstig ist, kannst du dir auch das von Araki unterschriebene Hardcover in der Limited Edition für 2500 € rauslassen.

Pierre
Ein Beitrag von Pierre

Digital Native und Querdenker. Großgezogen von Sega Megadrive und David Hasselhoff sind seine Texte eine Mélange aus Halbwahrheiten und Inspiration für dein kreatives Dasein.

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