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Dejima Festival im maritimen Nagasaki

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Reisetipps für Japan

Maritim und rustikal. Als wir mit dem Zug in Nagasaki eintreffen, sind wir überrascht. Nagasaki hätten wir uns deutlich moderner und größer vorgestellt und nach jeder Menge Kultur in anderen Städten, wollten wir uns nicht lang aufhalten und die Insel Hashima besuchen.

Die alte Arbeiterinsel wurde von einem Taifun ziemlich verwüstet und ist nun eine einzige verlassene Industrie-Ruine draußen auf dem Pazifischen Ozean. Die Koffer am Bahnhof eingeschlossen und direkt zum Hafen.

Tipp: Wenn du die Insel besuchen möchtest, musst du sehr früh vor Ort sein. Hashima liegt recht weit außerhalb und gegen 12 Uhr legt die letzte Tour ab.

Maritimen Nagasaki

Die Côte d’Azur Japans

Natürlich übertreiben wir, aber in allen vorherigen Städten, war der Hafen einfach nicht schön begehbar und Nagasaki bietet zumindest so etwas wie eine Promenade. Am unteren Rand von Dejima findet man neben Hafenlokalen genügend Grünfläche um zu entspannen.

Dejima Festival

Und plötzlich Festival

Dieser Moment war einfach perfekt. Etwas enttäuscht, dass wir unser Fähre verpasst haben, hören wir von weiten Musik und sehen ein riesiges Kreuzfahrtschiff. Doch die Musik stammt nicht vom Schiff, sondern vom Dejima Festival.

Schnell zwei Kirin bestellt und auf ins Getöse. Sonnenschein, Live-Musik und die gesamte Küche West-Japans auf einer riesigen Wiese versammelt. Rauch steigt auf, bunte Helium-Ballons klitzern durch die Luft und wir genießen die wohl leckerste kulinarische Köstlichkeit neben dem Kobe-Fleisch: Einen mit Käse flambierten Riesen-Shitake. Yummie!

Dutch Slope

Dutch Slope

Auch wenn du nicht so viel Glück hast und auf ein kostenloses Festival triffst, empfehlen wir die Route am Hafen entlang direkt zur Dutch Slope.

Dieses stammt noch aus einer Zeit, als viele Holländer in Nagasaki ihr Lager aufgeschlagen hatten und natürlich in ihrem bekannten Baustil ihre Häuser errichteten. Für uns schön anzusehen, für Japaner natürlich ein totaler WTF-Moment.

Tipp: Wenn du dich etwas durch das Viertel kämpfst, kommst du unweigerlich irgendwann an diesen kleinen Hefebrötchen mit Fleischfüllung namens Kakuni Manju vorbei. Taste it!

Kakuni Manju

Und wie geht die Reise weiter?

Von Nagasaki ging unsere Reise nach Okinawa, aber du musst uns ja nicht alles nachmachen. Mit Stränden ist es auf der Hauptinsel jedoch eher schwierig, weswegen Okinawa und die kleinen Inseln anbei entsprechend teuer und ausgebucht sind.

Wenn es deine Reisekasse hergibt, do it. Ansonsten kannst du auch von hier die Rückreise antreten und eine Woche Mallorca dran hängen. Erholung brauchst nach diesem Trip auf jeden Fall.

Von Nagasaki nach Okinawa

Wir hoffen dir gefällt unser Japan-Specials und du hast vielleicht auch dem Mut dich auf Reisen zu begeben. Konichiwa!

Pierre
Ein Beitrag von Pierre

Digital Native und Querdenker. Großgezogen von Sega Megadrive und David Hasselhoff sind seine Texte eine Mélange aus Halbwahrheiten und Inspiration für dein kreatives Dasein.

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