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Off-road to Istanbul

Automotive Reisen

Abenteuer erlebt man am besten gemeinsam und so kam es auch, dass Jonas, Lucas, Robin und Peter sich dazu entschlossen sich auf eine unvergessliche sechswöchige Reise zu begeben. Die vier Kreativen suchten sich ihren Weg mit dem Jeep durch Ungarns Steppe, die Gebirge Rumäniens und die Metropole Istanbul.

Um den Trip zu finanzieren holten sich die Jungs Sponsoren mit ins Boot und konnten die Reise so unbeschwert genießen. Ihre Erlebnisse haben sie in wunderschönen Fotografien, Videos und einem Buch festgehalten. Auf einhundertsechzig Seiten kannst du das Abenteuer nachverfolgen und dir nützliche Reisetipps holen.

Wir fanden die Story der Jungs spannend und haben Ihnen einige Fragen gestellt, die uns brennend interessierten:

Wie kamt ihr auf die Idee diese Reise zu starten?

Wir sind schon relativ viel gereist – meist mit dem Backpack. Wir schätzen am Reisen besonders das Ungeplante und Spontane. Wir reisen gerne, um Länder und Menschen kennenzulernen und nicht, um einfach möglichst viele Sehenswürdigkeiten gesehen zu haben. Das klappt mit dem Backpack zwar wirklich gut, aber man ist trotzdem noch an bestimmte Routen und Wege gebunden. Viele Orte erreicht man eben doch am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und diese sind meist nur dort gut ausgebaut, wo der Tourismus zu finden ist.

Alpen

Eine Reise mit dem Auto – oder besser noch mit einem Geländewagen – ermöglicht es wirklich komplett frei einen Punkt auf der Landkarte anzufahren und zu schauen was dort zu entdecken ist. Diese Erfahrung wollten wir unbedingt einmal machen und so entstand die Idee zu Offroad-to-Istanbul. Wieso in die Türkei? Früher, in der guten alten Zeit, als Mutter und Vater noch für uns das Reiseziel bestimmten, sind wir häufig an der türkischen Riviera gewesen und haben dort eine Türkei kennengelernt, die von großen Hotelbauten und wuseligen Touristenbasars geprägt war. Türkische Freunde sprachen aber häufig über Minarette, Gastfreundschaft und wunderschöne Landstriche. Und da sich das stark zu den Kulturen und Eindrücken unserer Reisen durch Asien oder Amerika unterschied, konnten wir uns leicht auf die Türkei einigen!

Habt ihr sorgfältig geplant oder es eher auf euch zukommen lassen?

Ich würde sagen die Planung lief eher rudimentär ab. Klar, wir haben uns um Auslandskrankenversicherung, Autoversicherungen und Einreisebestimmungen sorgen müssen, aber beispielsweise die Routenplanung geschah eher während der Reise. Wir haben uns die ersten Ziele vor der Reise überlegt und sind dann mehr oder weniger von Tag zu Tag neue Orte angefahren. Dabei hatten wir nach ein paar Tagen ein Ritual gefunden: Reiseplanung für den nächsten Tag fand abends nach dem Essen und am Lagerfeuer statt.

Was auf jeden Fall aufwendig war, war die Sponsoren-Akquise. Alleine das Sponsoren-Paket zu kreieren hat mehrere Wochen in Anspruch genommen – das musste natürlich parallel zur Uni und dem restlichen Alltag passieren.

Natur pur

Gabe es unvorhergesehene Komplikationen?

Es gab erstaunlich wenig Komplikationen! Im Vorfeld wird man ja besonders vor Räubern und Rabauken gewarnt. Wir können nur Gegenteiliges berichten. Wir haben eigentlich ausschließlich Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft erlebt. Aber wir müssen auch dazusagen, dass wir vorsichtig waren. Wir hatten ein wenig Respekt vor der Gefahrenquelle „Auto”. Unser Jeep hat sich aber gut geschlagen.

Wir hatten keine Panne und sind sogar an die unwegsamsten Orte gelangt. Wenn es mal Probleme gab, dann haben wir sie immer selbst gelöst. Es ist zum Beispiel keine gute Idee ein vollgepacktes Auto samt Anhänger auf den Sandstrand zu fahren – auch nicht, wenn sich der Sand fest anfühlt. Und nach zwanzig Kilometern Bergabfahren sollte man den Bremsen auch mal eine Pause gönnen – es sei denn man möchte unbedingt in ein paar neue Bremsscheiben investieren.

Zelten

Wie lang wart ihr unterwegs und geht man sich irgendwann einmal auf die Nerven?

Wir waren etwa fünf Wochen unterwegs und natürlich ist es unumgänglich, dass man sich auch während dessen mal gehörig auf die Nerven geht. Nach einer gewissen Zeit stellt sich eine Routine ein: Frühstücken, Abbau, Fahren, Filmen, Übernachtungsplatzsuche, Aufbau, Kochen, Planen, Schlafen. Und wenn dann mal einer keine Lust hat dieser Routine zu folgen, kommt es eben schonmal zu Auseinandersetzungen. Wir haben dann versucht auch mal etwas anders zu machen und sind beispielsweise Städte angefahren oder sind einfach mal an einem Ort etwas länger geblieben. Am Ende war immer alles gut!

Türkei

Plant ihr schon einen neuen Trip? Wo geht die Reise hin?

Dazu können wir noch nichts Konkretes sagen. Das ist natürlich auch immer ein finanzielles und zeitliches Thema. Wir haben gerade einige Projekte mit unserer Design- und Webagentur JVGND STIJL am Laufen. Aber im August bietet sich vielleicht wieder eine Möglichkeit unseren Jeep zu bepacken und abzuhauen. Was ich so rausgehört habe, könnte es uns diesmal Richtung Skandinavien ziehen. Wir werden sehen!

Vielen Dank für das inspirierende Interview. Skandinavien können wir euch nur ans Herz legen und wir sind schon gespannt auf eure nächsten Reiseerlebnisse.

Buch zur Reise

Pierre
Ein Beitrag von Pierre

Digital Native und Querdenker. Großgezogen von Sega Megadrive und David Hasselhoff sind seine Texte eine Mélange aus Halbwahrheiten und Inspiration für dein kreatives Dasein.

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One Comment
  • Markus sagt...

    Saustark! Bin schon auf den Bericht aus Skandinavien gespannt! :)