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In zwei Tagen durch Kopenhagen

Cityguide Reisen

Die Dänen zählen zu den glücklichsten Menschen unseres Planeten und wenn man Kopenhagen besucht, dann fragt man sich, wie dieses Volk das hinbekommt: Ein Grundverständnis für gutes Design, extravagante Mode, exzellentes Essen und ein Feingefühl für Freundlichkeit und Wohlbefinden. Dafür haben die Dänen sogar ein ganz eigenes Wort namens Hygge.

Vom Flughafen bis zur Main Station sind es nur 12 Minuten Bahnfahrt und schon befindet man sich im Zentrum Dänemarks Hauptstadt. Wir haben uns im Urban Hotel einquartiert und durch die zentrale Lage ist fast jede Location fußläufig erreichbar.

Meatpacking District

Meatpacking District

Es ist mal wieder typisch: Silvester in einer anderen Stadt und natürlich keinen Tisch reserviert. Zum Glück ist der Meatpacking District nicht weit entfernt und unsere Suche nach einem passenden Restaurant findet ein schnelles Ende.

Aufgrund der Feiertage blitzen wir bei Neighbourhood Pizza und BioMio, einem veganen Restaurant, leider ab, aber aus rein optischen Gründen, sind diese auf jeden Fall weiterzuempfehlen.

Unser Abendessen genießen wir im Warpigs – ein Restaurant, dass einem Metzger gleicht und wo man leckere Fleischspezialitäten direkt an der Theke bestellt. Dazu ein Pale Ale und der Abend ist dein Freund.

Tipp: Grundsätzlich ist es in Kopenhagen so, dass man an der Bar sein Essen sowie Getränke bestellt und direkt bezahlt. Die Getränke nimmt man mit an den Platz und das Gericht wird dann von der Bedienung an den Tisch gebracht.

Tivoli Kopenhagen

Tivoli

Satt und auf der Suche nach einem Aussichtspunkt für das Feuerwerk begeben wir uns zum Eingang des Tivoli – ein Vergnügungspark, den du auf jeden Fall abends besuchen solltest.

Die Beleuchtung und Fahrgeschäfte bringen ihren ganz eigenen Charme mit sich und man hat an Silvester einen wirklich ungestörten Blick auf die explodierenden Raketen.

Tipp: Das Tivoli zeigt an Silvester und den zwei Tagen darauf ein eigenes Feuerwerk, dass durchaus beachtlich ist und auch wenn du dich gerade nicht auf der Kirmes befindest, kannst du das Spektakel von außen beobachten.

Christiania

The Green Light District

Da an Neujahr alle Läden geschlossen sind, haben wir uns für eine kulturelle Tour entschieden. Die Freistadt Christiania ist unser erstes Ziel und nachdem wir die große Brücke überschritten und vorbei an der Erlöserkirche spaziert sind, stehen wir plötzlich vor einem bunt bemalten Haus.

Trolle, Elfen, Diamanten: Der Künstler war mindestens auf LSD als er dieses urbane Kunstwerk malte und auf dem Torbogen am Eingang zu dem außergewöhnlichen Park, steht mit Kreide geschrieben „Beware of Dragons” – willkommen im Green Light District.

ALIS Wonderland

Ein absolutes Highlight für Kreative, die auf Streetart und Skateparks stehen, denn nur wenige Meter später trifft man neben jeder Menge Graffiti-Kunst auf eine Skate-Bowl umgeben von Rampen und einem ganz speziellem Markt.

Auf den ersten Schildern steht es geschrieben: Hier ist fotografieren verboten und das hat auch seinen Grund. Auf den Verkauf und Besitz von Marihuana stehen in Dänemark hohe Strafen.

Trotzdem wurde es in diesem Viertel scheinbar geduldet und wer keine Angst vor etwas Straßenkriminalität hat, kehrt in einem der urbanen Coffeeshops ein. Im Sommer muss dieses Viertel eine absolute Chillout-Zone sein.

Den lille Havfrue

Le Lille Havrue

Absolutes Touri-Programm und doch ein ganz schönes Ziel um den äußerten Zipfel von Kopenhagen zu erreichen, ist die kleine Meerjungfrau. Als Wahrzeichen der Stadt, schon fast ein Muss, wenn du aber nur wenig Zeit mitbringst, kannst du diesen netten Spaziergang auslassen.

Frühstück in der Bibliothek

Wir starten den Tag mit einem Brunch in der Bücherei nur wenige Meter von der Universität entfernt. Wenn du das Paludan betrittst, wirst du kurz glauben, du wärst Harry Potter.

Paludan Bog & Café

Eine unscheinbare Eule ziert den Teppich über den du dich zum Eingang dieser Mixtur aus gemütlicher Bibliothek und offenem Café begiebst. Bestellt wird wie üblich an der Bar und du genießt den Paludan Brunch am besten auf einem gemütlichen Sofa mit Ausblick auf die riesige Fensterfront.

Superkilen

Wie der Name schon sagt, ist das der absolute Superkiller. Für ein Fotoshooting prädestiniert, nehmen wir den Weg mit dem Bus nach Nørrebro auf uns und kämpfen gegen den eisigen Nordwind beim Posieren vor der knallroten Wand des Künstlerparks.

Superkilen Kopenhagen

Schon beim Erreichen des Playground zieren suspekte Linien den Boden. Ein Hügel ragt aus der Landschaft und dient als beliebter Spot für ein Familienportrait. Wir banen uns den Weg zum großen roten Platz und begeben uns mit dem A5 zurück zur Innenstadt.

Time for Shopping

Zeit ist genau das richtige Stichwort, denn so wie Dänen Wert auf gesunde Ernährung legen, so sind auch die Ladenöffnungszeiten eher kurz gehalten. Man darf also nicht zu spät ins Zentrum strömen.

Als modebewusster Stilist, begibst du dich in die kleinen Nebenstraßen der eigentlichen Einkaufsstraße namens Strøget. Besonders, wenn gerade SALE ist, kannst du das ein oder andere Designer-Schnäppchen abstauben, denn auf was die Dänen gar keine Lust haben, ist Billigware. Lieber ein gutes Kleidungsstück als zwei schlechte. Weniger ist mehr.

Shoppen in Kopenhagen

The Last Supper

Unser letztes Abendmahl nehmen wir im Café Norden. Sei gewarnt, es ist teuer – aber hier bekommst du so gutes Essen, wie nur an wenigen Orten sonst auf dieser Erde. Das traditionelle Smørebrød in drei köstlichen Varianten mit einem sanften Smoothie oder der Beef Burger in einem Bett aus Feldsalat mit dem besten Eistee, den wir je getrunken haben.

Copenhagen, we love your food!

Pierre
Ein Beitrag von Pierre

Digital Native und Querdenker. Großgezogen von Sega Megadrive und David Hasselhoff sind seine Texte eine Mélange aus Halbwahrheiten und Inspiration für dein kreatives Dasein.

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Ein Wochenende in Kopenhagen