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Mit der Fähre nach Turku

Skandinavien Anzeige

Neben dem Tal der Hoffnung liegt Åbo – man spricht das A wie ein O und das O wie U. Aber beginnen wir am Anfang unserer Reise. Mit dem Zug begeben wir uns vorbei an unfreundlichem Bahnpersonal zum Flughafen Frankfurt. Einen crunchigen Früchte-Müsli und weniger als zwei Flugstunden später, landen wir in Arlanda und begeben uns mit Adde, dem wohl gelassensten Uber-Fahrer Stockholms, direkt zur Fähre. It’s Boarding-Time.

Bereits vor zwei Jahren waren wir mit Tallink Silja in Skandinavien unterwegs und durften die Vorteile von Fährreisen genießen. Einen Tag in einer fremden Stadt verbringen, nachts auf der Fähre erholen und am nächsten Morgen in einem anderen Land aufwachen.

Fährstation Stockholm

Total Oldschool

In Turku angekommen treffen wir Olga, die gerade so vor Informationslust strotzt. Turku ist die älteste Stadt Finnlands und ist schon mehrfach komplett abgebrandt. Hier befinden sich die älteste Burg und die älteste Kirche Finnlands. Für Kulturbegeisterte ist da auf jeden Fall etwas dabei.

The F Queen

Alter Schwede

Åbo nennen viele Einheimische noch immer die Stadt. Das ist der schwedische Name Turkus und in der Geschichte Finnlands verankert. Viele Teile Finnlands gehörten früher zu Schweden und auch wenn heute nur noch weniger als zehn Prozent der Bevölkerung Schweden sind, lernen die Finnen schwedisch in der Schule. An den Verkehrsschildern wirst du es schnell erkennen: Dort wird der Name des Ortes bilingual angezeigt.

Skandinavisches Essen

Kalte Küche

Die Finnen ernähren sich äußerst gesund und es kommen viele lokale Zutaten zum Einsatz. Wir genießen Sanddorn-Schorle, würzigen Fisch und Pfifferlinge an Preiselbeeren. Don’t Hessel the Burger. Neben den vielen Köstlichkeiten, ist Turku der Ursprung von Hessburger – einer im Norden sehr bekannten Fastfood-Kette. Für Mayonnaise-Fans ein Paradies und die optimale Gelegenheit ein Bällebad zu nehmen.

Skandinavisches Design

The Creative Corner

Durch den Tag stumblen, etwas lesen, shoppen und healthy essen. Die Biblioteca von Turku ist riesig und bietet genügend Raum für Ruhe und Kreativität. Nach ein paar Seiten Inspiration begibst du dich auf die andere Straßenseite und lässt dein Designerherz von KOODI begeistern. Nicht weit davon entfernt findest du Mami. Dort schmeckt es besser als bei deiner Mutter und die übersichtliche Karte zeigt bereits, dass hier in hoher Qualität gekocht wird.

Markthalle

Markthalle

Am Arsch der Welt. Nein, nicht die Markthalle, sondern das sagen die Finnen über Ihre älteste Stadt. Die Reaktion der Einwohner darauf hat uns auf der Reise mehrfach zum Schmunzeln gebracht: Kiss my Turku!

In der sehr traditionellen Markthalle mit seinen alten Beschriftungen und Läden findest du den gleichnamigen Kuchen, der dich in seiner vollen Süße am Po packt. Dicke Schokoglasur und eine Cheesecake-Blaubeeren-Füllung.

Poke-Hype

Kann eine Eisdiele etwas Intelligenteres tun, als Module zu kaufen um so Spieler und Kundschaft anzulocken? Der Pokemon-Hype ist in Turku deutlich zu spüren und uns begegnet ein riesiger Poke-Walk mit über 100 Teilnehmern, die gut gelaunt in ihre Smartphones stieren.

Ukkopekka

Zugegeben, das Freizeit-Angebot richtet sich in Turku oftmals an die ältere Gesellschaft, dennoch gibt es Ausflüge, die am Ende überraschend cool sind. Die s/s Ukkopekka ist ein altes Dampfschiff, mit dem wir ungefähr eine Stunde nach Süden schippern. Dabei genießen wir Drinks und Fingerfood.

Angekommen auf einer kleinen Insel mit einem verlassenen Haus, beginnen wir ein BBQ und unsere erste Facebook-Live-Übertragung. Gesundes Essen, finnisches Bier und ein wunderschöner Sonnenuntergang runden unser Dinner im Freien ab.

Baari

Baari Baari

Sehr einfallsreich. Die Bar namens Bar und gerade diese eine hat es uns angetan. Während wir uns zuvor noch von einer Spelunke zur anderen gekämpft haben, treffen wir plötzlich auf Baari. Von Außen äußerst unscheinbar und im Inneren ein riesiges Areal, mit einer Badewannen-Lounge, Hängestühlen, einem Auto auf der Tanzfläche und einem Hinterhof mit Wohnwagen.

Natürlich treffen wir dort die einzigen Deutschen in ganz Turku, die zwei Monate lang durch Skandinavien segeln und auch schon den Atlantik überquerten. Zappelige Party-Grüße ;-)

Tag am Meer

Tag am Meer

Durch die vielen kleinen Inseln vergisst man es fast und das Meer um die Schären wirkt wie viele kleine Seen. Auch der Salzgehalt ist sehr gering und es gibt unverhofft oft Strände zu entspannen.

Um die Natur um Turku zu erleben, leihst du dir am besten ein Fahrrad aus und suchst dir eine schöne Route. Unser Ziel ist Ruissalo, da wir uns am letzten Tag noch etwas Wellness gönnen möchten, doch wir sind vorab so stark von der Natur begeistert, das wir nur die Hälfte der Strecke antreten und den Tag am Meer verbringen.

Tipp: Die Fahrrad-Strecke nach Ruissalo ist wirklich zu empfehlen und an der Villa Promenade kannst du für einen Kaffee Zwischenstopp machen. Dort gibt es ebenso die Möglichkeit Equipment zum Stand Up Paddling auszuleihen.

Wäinö Aaltonen Museum

Arty Harty

Wenn du so wie wir Lust auf moderne Kunst hast, dann empfehlen wir dir das Wäinö Aaltonen Museum of Art. Hier findest du keine alten Gemälde, sondern die Kunstinstallationen mehrer Künstler zu einem Projektnamen. Die Ausstellungen wechseln ungefähr monatlich und direkt daneben findest du eine Fotoausstellung.

Seefahrer-Romantik

Our way back

Nach so vielen Impressionen und Erlebnissen geht es abends wieder zurück auf die Fähre und ab nach Stockholm. Wir sichten unsere Fotografien und lassen die Reise noch einmal Revue passieren.

We kiss you Turku!

In Kooperation mit Tallink Silja

Hinweis
Pierre
Ein Beitrag von Pierre

Digital Native und Querdenker. Großgezogen von Sega Megadrive und David Hasselhoff sind seine Texte eine Mélange aus Halbwahrheiten und Inspiration für dein kreatives Dasein.

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