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Getestet: Mit 2D-Brille im 3D-Kino

3DBrillen Lifestyle

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Du kennst das. Du sitzt ruhig in deinem Sessel, plötzlich rast die Achterbahn in den Tod, verschwommene Metallteile fliegen an deinem Gesicht vorbei, der De-Materialisierer löst dich in digitale, rauschende, undeutliche Daten auf und plötzlich besteht die ganze Welt nur noch aus blauleuchtenden Lichtstreifen. Dann zieht es im Auge und der Kopfschmerz beginnt.

Was hier klingt wie Eure letzte Party ist für viele tatsächlich der normale Besuch eines Films in 3D. Abgesehen davon, dass Filme in 3D viele Leute ausschließen die auf Grund von körperlichen Vorraussetzungen den Effekt nicht wahrnehmen können, ruft er bei vielen auch eben genannte Augen- und/oder Kopfschmerzen hervor. Außerdem verursacht 3D Ozonlöcher, kleine Brüste und macht schwanger – bei Avatar sogar alles zeitgleich.

Bei dem neuen Superman-Film Man of Steel (Link zum Review) nahm ich mir 143 Minuten Zeit, um die Zuverlässigkeit einer Brille zu testen, die aus deinem 3D-Bild ein 2D-Bild machen soll.

2D Brille

Erfahrungsbericht

Warum ich nach den ersten 10 Minuten Kopfschmerzen bekommen habe kann ich nicht sagen. Vielleicht wegen der Vorfreude, denn während alle um mich herum ihre Tütchen aufreißen – also die 3D-Brillen-Tütchen, zaubere ich galant wie Mr. Bean die 2D-Brille aus meiner Brusttasche und setze das Ding auf. Etwas eng, und das obwohl ich ein ganz zartes Näschen habe. Es vergeht ca. eine halbe Stunde bevor ich darauf warte, dass mich die ultraschnell geschnittenen Szenen, mit schnellen Kamerafahrten und digitalem Tiniff wieder konfus machen – ähnlich den Transformationsperversionen bei Transformers – als ich plötzlich eine Erleuchtung habe. Mir fliegt nichts entgegen. Kopfschmerzen habe ich keine und meine Augen tun nicht weh, lediglich meine Nase – aber wer zur Hölle braucht die schon? Die Brille hat gewonnen. Ich sehe klar und deutlich Man of Steel 3D in schoenhaesslichstem 2D. Ich habe die kinematische Physik besiegt! Freudestrahlend verlasse ich den Film am Ende und kann mir ein süffiges Grinsen nicht verkneifen als ich dem Kartenabreißer meine noch eingepackte 3D-Brille in die Hand drücke und sage: “Sorry, aber DIE habe ich nicht gebraucht.”

Robert
Ein Beitrag von Robert

Journalistik-Student mit Cinemacke. Erfolgloser Poet, teilbegabter Schreiberling, amateurhafter Filmemacher, schlechter Financièr, glücklich deprimierter Single, phlegmatischer Wirbelwind und fauler Wannabe-Streber.

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